Der 8er WP-I-Chemie Kurs besuchte dieses Schuljahr die Wasserschule Köln im Großklärwerk Köln Stammheim. Dort erhielten die Schüler*innen eine beeindruckende Führung über das Gelände und besuchten im Anschluss einen Kurs zur Thema Wasserreinigung und Mikroplastik.


Am Anfang konnten wir bestaunen, wie das Abwasser als eklige, stinkende Brühe aus dem Kanal im Klärwerk ankam.
Wir durften in den “Fluss des Verderbens” hineinsehen und haben ihn natürlich auch gerochen! Dann wurden mit Rechen, unlösliche Abfälle, wie Windeln, feuchtes Klopapier, Binden… aus dem Wasser gefischt. Das sah sehr eklig aus! Anschließend floss das Wasser gaaaaaaaanz langsam durch den Sandfang, ein Becken in dem sich Schmutz langsam am Boden absetzt und entfernt wird. Danach kommt das Abwasser ins “Belebungsbecken” wo lebende Bakterien Verunreinigungen aus dem Wasser fressen. Ab da stinkt es gar nicht mehr!!! Die Bakterien sterben und werden als Schlamm abgetrennt, der in riesigen Faultürmen verfault und dabei brennbares Methan-Gas erzeugt. Das Gas wird in Tanks (hier mit dem Chemischen Symbol für Methan beschriftet) gesammelt und dann zur Stromerzeugung für das Klärwerk verwendet. Am Ende wird der Schlamm getrocknet und in der Müllverbrennung (auch zur Stromerzeugung) verbrannt. Das vom Schlamm befreite Wasser ist zu 96 % von allen Verunreinigungen gesäubert und wird so in den Rhein geleitet. Hier sieht es schon wieder richtig sauber aus! Die restlichen 4 % Verunreinigung, die das Klärwerk (bis jetzt) nicht aus dem Wasser entfernen kann, bestehen aus Mikroplastik! In Köln ist geplant, dafür eine weitere Klärstufe einzubauen!
Nach dem spannenden Rundgang haben wir in der Wasserschule zu Mikroplastik im Abwasser geforscht! Wir haben viel gelernt und spannende Eindrücke erhalten! Jeder sollte wissen was ins Klo gehört und was nicht, denn alles, was das Klärwerk mühevoll herausfiltern muss, macht die Abwassergebühren viel teurer und schadet der Umwelt!!!

Im Unterricht haben die Schüler*innen anschließend nach der Scrum-Methode gearbeitet, in Gruppen Modelle vom Klärwerk gebaut und diese mit der Nooten-Pool-Methode kriteriengeleitet selbst bewertet. Dabei sind beeindruckende Werke entstanden, von denen auch die Leitung der Wasserschule Köln begeistert war.



