
Auch in diesem Jahr setzte sich die Jahrgangsstufe 10 im Rahmen einer Gedenkstättenfahrt intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander.
Wie in jedem Jahr fand auch dieses Jahr wieder eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz statt. An der Fahrt nahmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit Frau Bednarczyk und Herrn Allendorf teil. Das Projekt wurde im Vorfeld von Frau Bednarczyk als AG für Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 geleitet.

Am Montag, den 23.03., flogen wir von Dortmund nach Kattowitz. Von dort aus wurden wir mit einem Transferbus nach Krakau zu unserer Jugendherberge gebracht. Nach dem Check-in und einem leckeren Mittagessen machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Stadt und sammelten erste Eindrücke von der schönen, historischen Altstadt Krakaus. Den Abend verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit in der Jugendherberge.

Am nächsten Morgen begann nach dem Frühstück eine interessante Stadtführung mit einem Tourguide. Ausgestattet mit einem Audiosystem konnten wir den Erklärungen gut folgen, während wir durch die Stadt gingen. Unsere erste Station war die Jagiellonen-Universität, an der während der NS-Zeit eine Sonderaktion gegen Professoren stattfand. Anschließend besichtigten wir ein mittelalterliches Universitätsgebäude. Danach erkundeten wir den Marktplatz mit den berühmten Tuchhallen und der Marienkirche und besuchten im Anschluss die Wawelburg.

Nach der Besichtigung überquerten wir die Weichsel und gingen in das jüdische Viertel Kazimierz, wo man das jüdische Leben bis heute an vielen Orten spüren kann. Dort besuchten wir eine Synagoge sowie den jüdischen Friedhof und erhielten viele Informationen zur Geschichte. Bereits im Vorfeld hatten wir im Unterricht mit Frau Bednarczyk den Film „Schindlers Liste“ gesehen, der in Krakau gedreht wurde. Vor Ort konnten wir einige der Drehorte wiedererkennen und nachvollziehen, wo sich die historischen Ereignisse abgespielt haben.

Anschließend gingen wir durch das ehemalige Ghetto zur ehemaligen Schindlerfabrik, in der sich heute ein Museum über Krakau während der deutschen Besatzungszeit befindet. Dort nahmen wir an einer etwa zweistündigen Führung teil und bekamen eindrucksvolle Einblicke in das Leben der jüdischen Bevölkerung und der Krakauer während der Besatzungszeit. Nach dem Museumsbesuch gingen wir gemeinsam in ein Restaurant zum Mittagessen. Danach hatten wir Freizeit in Kleingruppen rund um den Marktplatz. Am Abend folgten das Abendessen sowie eine Vorbereitungs- und Gesprächsrunde für den nächsten Tag.





Am Mittwoch fuhren wir nach dem Frühstück und dem Check-out mit dem Bus nach Oświęcim (Auschwitz). Nach dem Einchecken in der Unterkunft und dem Mittagessen unternahmen wir einen Spaziergang durch die Stadt. Am Nachmittag nahmen wir an einem Workshop zur Vorbereitung auf den Besuch der Gedenkstätte teil. Der Tag endete mit einer gemeinsamen Austauschrunde.
Am Donnerstag besuchten wir nach dem Frühstück die Gedenkstätte Auschwitz. Zunächst erhielten wir eine dreistündige Führung durch das Stammlager Auschwitz I. Anschließend fuhren wir mit einem Shuttlebus nach Birkenau (Auschwitz II), wo wir ebenfalls eine dreistündige Führung über das weitläufige Gelände erhielten. Die Eindrücke dieses Tages waren sehr bewegend und nachdenklich stimmend.
Nach dem Mittagessen nahmen wir an einem weiteren Workshop in der Jugendherberge teil. Am Abend reflektierten wir gemeinsam unsere Erlebnisse und besprachen, wie wir das Erfahrene später als „Botschafterinnen und Botschafter“ an unserer Schule weitergeben können. Viele nutzten danach die Zeit, um die Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten. Später konnten wir den Abend auch wieder gemeinsam verbringen – beim Tischtennis, Spielen oder einfach im Austausch mit Freunden.
Am letzten Tag war unser Programm kürzer und straff organisiert: Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer und wurden mit dem Bus zurück zum Flughafen in Kattowitz gebracht. Von dort flogen wir planmäßig zurück nach Dortmund, wo wir uns verabschiedeten.

Die Reise war damit zu Ende – sie hat uns jedoch viele wichtige Eindrücke, neue Perspektiven und nachhaltige Erinnerungen mitgegeben.